Heimweh

5 Monate Auslandsaufenthalt in Cambridge

von Pascal am Mittwoch, den 30. April 2008

Ich bin wahrscheinlich nicht der erste Lotteraner der einen Teil seines Lebens in Großbritannien verbracht hat, jedoch wohl der einzige der sich für ein Auslandssemester in Cambridge entschieden hat. Großartige Persönlichkeiten wie Sir Isaac Newton oder Charles Darwin befassten sich hier mit den weltbekannten Theorien der Evolution bzw. Gravitation. Als Student der Fachrichtung International Business ist ein Auslandsaufenthalt im 4. Semester Pflicht, somit studiere ich nun seit Februar auf der Insel. Die Fachhochschule Osnabrück macht es mit einem Kooperationsvertrag mit der hiesigen Universität möglich.

120.000 Einwohner leben in einer der bedeutendsten Städte Englands, das Leben ist hier daher vergleichbar mit dem unserer Friedensstadt Osnabrück. Natürlich gibt es kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede, die ich im Folgenden kurz erläutern werde. So kostet ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft durchaus das Doppelte, aufgrund des britischen Housing Booms der letzten Jahre. Schade für mich, dass Experten erst in diesem Jahr ein Abschwächen erwarten. Ansonsten ist die Stadt wunderschön, natürlich auch durch die Gebäude der Universität, die sehr an Harry Potters fiktive Zauberschule mit Namen Hogwards erinnern. The River Cam ist der Namensgeber der Stadt, er schlängelt sich durch das Zentrum und verleiht Cambridge ein wenig Flair Venedigs.

Nach nun fast 3 Monaten offenbart sich mehr und mehr, dass viele junge Briten Deutschland nur aus Erzählungen des zweiten Weltkrieges kennen und selbst noch nicht die Möglichkeit wahrgenommen haben unser schönes Land zu erleben. Daher begrenzt sich meine Herkunftsbeschreibung leider nur auf “Osnabrück, it’s in the north, near the Netherlands”. Ein Umstand den wir nicht zuletzt durch diesen Blog ändern wollen, denn jeder sollte doch unser schönes Dorf kennen lernen. Zudem bin ich sicher, dass sich Lotte im Laufe meines Aufenthalts weiterentwickelt. Im Juni werden mich mit Sicherheit eine Regionalligamannschaft, ein erweiterter Sportpark, meine 1.Herren Tennismannschaft die ungeschlagen aufsteigt, sowie weitere Feste und Freizeitmöglichkeiten begrüßen.

Wer weiteres Interesse an universitären Informationen hat kann mich gerne kontaktieren, per E-Mail an pascal.nikolay@osnanet.de.

3 Reaktionen zu “5 Monate Auslandsaufenthalt in Cambridge”

  1. Dagmar Nikolay

    Wie schön, auf dieser Seite etwas aus der eigenen Familie zu erfahren.

    Ich kann Pascal nur beipflichten, Cambridge ist wirklich eine Reise wert.

    Wir haben ihn am vergangenen Wochenende besucht und sind von den Eindrücken immer noch überwältigt.
    Die Stadt erinnert an Venedig, es gibt eine Seufzerbrücke und beim Punting (Stechkahn fahren) kann man auf der Cam herrlich entspannen.

    Verbunden haben wir den Besuch in Cambridge mit einer Tagesfahrt nach London. Pascal entpuppte sich als perfekter Fremdenführer, der uns viele Sehenswürdigkeiten zeigte.

    Nach vier Tagen Großbritannien und endlosen Fußmärschen etwas entkräftet zu Hause angekommen komme ich zu folgendem Fazit:

    In Lotte lässt es sich gut leben, aber Heimweh in Cambridge?
    Das kann ich mir nicht vorstellen!

  2. Alexander

    Dafür ist der Lotteblog ja auch da - für jeden soll etwas dabei sein :)

    Wie sagte einmal ein Münsteraner Architekt und Designer (auf Lotte bezogen): In Lotte zu leben ist wunderbar. Man muss nur ab und zu raus.

    Ich wäre auch noch gerne nach Cambridge gefahren, werde aber keine Gelegenheit mehr haben. Aber Cambridge und London werden ja noch ein bisschen weiter existieren…

    Übrigens heißt die Kategorie “Heimweh”, als Synonym für Lotteraner im Ausland oder auch in anderen Orten.

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